Rollo hoch und es regnet am Traunsee - das macht es leichter, wegzufahren. Es ist wie immer traurig und doof, wieder zurück in den Alltag zu müssen. Aber Österreichs Seen merken wir uns auf jeden Fall!
Nach knapp drei Stunden sind wir in der Nähe von Regensburg.
Dort besuchen wir den römischen Tempel Walhalla kurz.
Es ist ein römischer Tempel hoch oben über der Donau. Irgendwie merkwürdig. Weder die schmutzig und verkommen wirkende Fassade, noch ein milchig-grauer Blick hinunter zur Donau kann uns begeistern.
Ich gehe hinein.
Von innen ist der Tempel rosa.
An den Wänden sind Büsten. Ich lese die Namensschilder und versuche mich zu erinnern, wer was gemacht hat.
Aber mein Herz ist noch in Kroatien und in Österreich und in der Sonne und auf dem blauen Wasser der Adria.
Den Halt hätten wir uns sparen können.
Wir gehen hinunter zur Donau, finden den Blick von unten ebenso unspektakulär und quälen uns die vielen Treppen wieder hinauf zurück zum Wohnmobil und sind froh, dass wir weiterkönnen.
Wir fahren durch den Osten Deutschlands gen Heimat.
Gegen 5 sind wir kurz vor Naumburg und beschließen, dort unsere letzte Nacht zu verbringen.
Wir finden einen Stellplatz im Garten eines jungen Winzers direkt am Saaleradweg.
Gegen Abend fahren wir mit den Ebikes an der Saale entlang nach Naumburg, schauen kurz bei Nietzsches Haus vorbei und radeln danach durch die Weinberge in den Nachbarort Bad Kösen. Es wird schnell dunkel und wir frieren auf den Rädern, haben zu dünne Jacken an.
In Bad Kösen finden wir nach langem Suchen einen Imbiss, holen uns Döner und verschlingen ihn im Stehen bei den Rädern an der Hauptstraße.
Dann radeln wir auch schon zügig wieder Richtung Wohnmobil. In den Weinbergen dämmert es und wird immer kälter. Es sind sieben Kilometer, die keinen Spaß machen, weil ich ganz schön friere, meine Hände kleben und ich müde von der langen Fahrt durch Deutschland bin.
Jetzt ist es auch gut und ich will nach Hause.
Heute schlafen wir in Naumburg bei Jemandem im Garten:
