Heute sind wir auf Winnetous Spuren unterwegs. In der rauen Landschaft des Paklenica Nationalparks wurden viele Szenen aus den Winnetou-Filmen gedreht.
Wir fahren also durch den Wilden Westen und können unseren Mund gar nicht mehr zubekommen vor lauter Staunen, dass wir hier einfach mal so mitten in der echten Welt unserer Kindheitshelden sind.
Die Erlebnisse von Winnetou, Old Shatterhand und Nscho-Tschi erwachen bei dieser Fahrt durch die Prärie zum Leben.
Galoppierende Pferde und Indianerschmuck ziehen an meinem inneren Auge vorbei.
Wir steuern den Parizevačka Glavica - einen Aussichtspunkt oberhalb der
Zrmanjaschlucht - an.
Dort wurden viele Szenen gedreht.
Als wir sehen, wie zugeparkt der kleine sandige Zufahrtsweg ist, lassen wir es bleiben. Wer dahin will, sollte lieber an der Landstraße parken und geht das kleine Stück zum Aussichtspunkt zu Fuß.
Der Ort ist uns zu voll und nicht so wichtig und wir verschwinden wieder.
Die Drehorte von Winnetou sind längst kein Geheimtipp mehr. Wir düsen auf
jeden Fall weiter und wieder raus dem wilden Westen und zurück zur Küste.
Der Himmel zieht sich zu und Sturm kommt auf.
Für die nächsten Tage ist schlechtes Wetter angekündigt.
Während der Fahrt schauen wir im Handy, ob das Wetter in Italien oder Slowenien besser ist, und sehen, dass es in Kroatien in 2 Tagen wieder besser werden soll.
Und dann prasselt auch schon der Regen in Strömen auf unsere Windschutzscheibe und unser Dach.
Wir beschließen in Kroatien zu bleiben und das schlechte Wetter auszusitzen.
Wir fahren über die Brücke auf die Insel Krk. Dort halten wir beim Supermarkt und rennen um Pfützen herum durch schwallartigen Regen zum Eingang.
Und kaufen extra viele leckere Dinge ein.
Zum Trost.
Dann checken wir auf dem Jezevac Premium Camping Resort ein.
Bei dem Namen hätten wir eigentlich ahnen müssen, dass es teuer wird. Haben wir aber nicht.
Erst finden wir die zugewiesene Parzellenummer nicht.
Dann stehen wir im Regen unter Bäumen und können nicht mal die Adria sehen.
Nur nasse Blätter. Menno!
Ich ziehe meine Regenklamotten an und stiefele los zum Wasser.
Die Plätze in erster Reihe sind alle belegt und vom Blau der ADria ist nichts übrig. Ich sehe nur graue Wellen und graues Ufer.
Ich friere und ziehe meine Jacke zu, verlasse den Campingplatz durch einen Seitenausgang und spaziere durch den Regen zum Hafen der Stadt Krk.
Dort gehe ich um das Hafenbecken herum und streune dann verloren und betrübt im Ort Krk herum.
In den Straßen ist nichts los.
Es ist windig, nass und doof.
Ich gehe wieder um das Hafenbecken herum zurück zum Campingplatz.
Im Wohnmobil lege ich die Füße hoch und wir essen alles Mögliche und schauen Frauenfußball.
Heute Nacht in diesem noble Campingplatz im Regen auf der Insel Krk: