Tag 5    Radeln zwischen Oliven und Hafen.

Olivengärten von Lun, Hafen Torvanele und Konoba Bravarica (Insel Pag).

 

 

Am nächsten Tag radeln wir zu viert über den Inselkamm gen Norden. Rechts und links von uns taucht immer wieder das Meer auf. Die Landschaft ist geprägt von niedrigen Natursteinmauern, die die Grundstücke unterteilen und die Schafe am Weglaufen hindern.

 

Bei einem Verkaufsstand steigen wir von den Rädern und betrachten kitschig-bunte Gemälde und Produkte aus Holz. Ich kaufe mir ein Armband aus Holzperlen.

 

Uralte Olivenbäume in den öffentlich zugänglichen Gärten von Lun am Hang auf der Insel Pag
Uralte Olivenbäume in den öffentlich zugänglichen Gärten von Lun am Hang auf der Insel Pag

 

Und dann tauchen wir ein in einen riesigen wilden Olivengarten, den Garten von Lun. Wir schieben die Räder auf den sandigen Wegen und krabbeln für tolle Fotos im Dickicht und in hohlen Baumstämmen herum.

 

Die wilde Parkfläche liegt am Hang und führt an uralten Olivenbäumen entlang. Einige der Bäume sind um die tausendfünfhundert Jahre alt. Die Stämme sind verschlungen und die Äste strecken sich weit in alle Richtungen.

 

Hinterher fragt Tatti mich, ob ich im hohlen Baumstamm keine Angst vor Schlangen hatte.

 

Dein Ernst? frage ich.

 

Na klar, antwortet sie.

 

Oh Gott! Daran habe ich ja überhaupt nicht gedacht! sage ich erschrocken.

 

Dann lassen wir uns den Berg hinunter zum Hafen von Tovarnele trudeln.

 

Der kleine Hafen ist einfach und sympathisch.

 

Es ist nichts los, kaum eine Menschenseele ist zu sehen.

 

Ich setze mich auf eine Bank und schaue umher. Tatti gibt Hannes Wasser und unsere Freundinnen aus Süddeutschland holen sich in einem kleinen Laden etwas zu trinken.

 

Schönes Ziel für eine Radtour vom Campingplatz zum Norden der Insel: Der Hafen im kleinen Ort Tovarnele
Schönes Ziel für eine Radtour vom Campingplatz zum Norden der Insel: Der Hafen im kleinen Ort Tovarnele

 

Ich sitze auf einer Bank und mag die Ruhe hier. 

 

Gäbe es diesen Hafen irgendwo in Deutschland zusammen mit diesen herrlich warmen Temperaturen und einem blauen Himmel, würde es von Menschen nur so wimmeln.

 

Wir radeln um das Hafenbecken herum und suchen Bänke am Wasser, die ich bei Instagram entdeckt und mir schon im Winter mit einem Fähnchen bei Google-Maps vorgemerkt hatte.

 

Dann finde ich sie, mache meine Bilder und bin happy. (Guck mal ganz oben auf der Seite! Ist doch schön, oder, so eine alte Bank vorm blauen Meer?)

 

Gesucht und gefunden- die alte Bank am Meer
Gesucht und gefunden- die alte Bank am Meer

 

Abend wollen wir in der Konoba Bravarika Inselkäse und gegrillten Wolfsbarsch essen. Eine Konoba ist ein kleines typisch dalmatinisches Restaurant.

 

Konoba Bravarika an unserer Bucht - Gegrilltes essen mit Meerblick
Konoba Bravarika an unserer Bucht - Gegrilltes essen mit Meerblick

 

Wir brauchen dorthin 5 Gehminuten über unseren kleinen Strand und einen kurzen Trampelpfad um unsere Bucht herum. 

 

Während wir auf unser Essen warten, können wir in der Ferne schäumendes Wasser ausmachen.

 

Da springen Delfine im Wasser herum! Es ist so surreal und ich bin sehr glücklich!

 

Roadtrip Kroatien Dalmatien
Ansprechend gestaltet - die Terrasse des kleinen kroatischen Lokals

Die Sonne steht tief und taucht unsere Gesichter und die Weingläser in goldenes Licht.

 

Der Grillfisch ist extrem lecker. Wir lachen viel und der Wein und das kroatische Bier vervollkommnen den wunderschönen Abend.

 

Später an grauen Novembertagen werde ich mich noch häufig hierher zurückträumen. 

 

Roadtrip Kroatien Dalmatien
Romantischer Nachhauseweg von der Konoba zurück zu unseren Wohnmobilen

Nur einmal um die kleine Buch gehen  - unsere Konoba Bravarica mit Grillfisch und Meerblick:

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